8. Juli 2026
In der vergangenen Woche durfte unsere Schule einen ganz besonderen Anlass erleben: Unser Schüler Leandro, der inzwischen die 6. Klasse besucht, stellte sein eigenes Buch im Rahmen einer Lesung vor. Besonders beeindruckend ist dabei, dass er bereits während der 4. Klasse mit dem Schreiben begonnen hat. Sein Buch wurde inzwischen veröffentlicht und ist im Buchhandel erhältlich.

Die Lesung wurde von unserer BBF-Lehrperson organisiert und moderiert. Zu Beginn erzählte Leandro im Interview von seinen Lieblingsbüchern und Autoren. Besonders begeistert ihn die Reihe Top Secret von Robert Muchamore sowie Der Fuchs von Aramir von Katja Brandis. Er berichtete ausserdem, wie er zum Schreiben gekommen ist und wie seine Geschichte entstanden ist.

Der Fantasieroman spielt auf der von ihm erfundenen Insel Mardauen im Pazifischen Ozean. Die Insel vereint verschiedene Landschaften wie Wälder, Wüsten, Dschungel und Berge. Zudem gibt es geheimnisvolle Portale, die in andere Dimensionen führen. Eine von Leandro gezeichnete Karte der Insel wurde für das Buch von einem professionellen Illustrator überarbeitet. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Hauptfigur Jack, die einen lebendigen Glücksbringer findet. Gemeinsam versuchen sie, einen Bösewicht zu besiegen, der die Insel beherrschen möchte. Dabei erleben sie zahlreiche Abenteuer. Das Buch wird vom Verlag für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren empfohlen.

Leandro erzählte, dass er etwa eineinhalb Jahre am Manuskript gearbeitet und anschliessend nochmals rund ein halbes Jahr für die Überarbeitung benötigt habe. Seine Ideen hielt er zunächst in Kapitelnotizen fest, bevor er die Geschichte frei weiterschrieb. Regelmässig arbeitete er jeweils am Montagnachmittag im Forscherclub an seinem Buch. Besonders herausfordernd war für ihn das Schreiben des letzten Kapitels mit dem grossen Finale. Seine Lieblingsszene befindet sich ebenfalls dort, wenn alle wichtigen Figuren noch einmal zusammentreffen.

Auf die Frage, wie es sich angefühlt habe, das eigene Buch zum ersten Mal in den Händen zu halten, antwortete Leandro: „Es war ein tolles Gefühl, das fertig gedruckte Buch in den Händen zu halten. Ich war sehr stolz darauf.“ Jungen Menschen, die selbst eine Geschichte schreiben möchten, gibt er einen einfachen Rat mit auf den Weg: dranzubleiben und nicht aufzugeben. Ob es eine Fortsetzung geben wird, ist derzeit noch offen – ausschliessen möchte er es aber nicht. Zum Buch gehört sogar ein eigener Song. Das Lied „Mardauen“, das mithilfe einer KI-Musiksoftware entstanden ist, kann auf YouTube angehört werden.

Nach dem Interview hatte das Publikum Gelegenheit, Fragen zu stellen. Anschliessend wurde der Mardauen-Song abgespielt, bevor Leandro ein Kapitel aus seinem Buch vorlas. Die Zuhörerinnen und Zuhörer lauschten gespannt. Im Anschluss an die Lesung konnten Interessierte ein Exemplar des Buches erwerben und vom jungen Autor signieren lassen. Ein von Leandros Mutter vorbereiteter Apéro bot danach Gelegenheit zum Austausch und zum gemütlichen Ausklang des gelungenen Abends.

Wir sind stolz auf Leandros aussergewöhnliche Leistung und danken allen Beteiligten, die diese besondere Lesung ermöglicht haben.

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